| Marktuntersuchung zum PBS-Fachhandel (2)
Kundenservice und Freundlichkeit gehörten von Anfang an nicht unbedingt
zum Konzept. Kann man einen Postbeamten dazu bewegen, Verkäufer zu
spielen? Ist diese Rolle mit dem Beamtenstatus vereinbar?
Die anfänglich belächelten Versuche der gelben Post, durch
Zusatzsortimente Zusatzerträge zu erwirtschaften, haben sich inzwischen
im Markt durchgesetzt.
Die Post hat sich im Privat- und SOHO-Segment zu einem ernsthaften
Wettbewerber für das klassische PBS-Geschäft entwickelt.
Fachkompetenz im PBS-Bereich gehört nicht unbedingt zu den Stärken der Postler,
das stört den Verbraucher aber weniger, denn die SB- und Blisterpackungen sind
aus Discounter, Drogeriemarkt oder Kaufhaus vertraut.
Was zählt, ist der Standortvorteil. Der Verbraucher hat inzwischen gelernt,
dass er in jeder Postniederlassung ein Basis-PBS-Sortiment erwarten kann.
In größeren Postdienststellen hat das Sortiment inzwischen schon Fachmarktcharakter.
Auch kleine Postagenturen setzen auf das PBS-Zusatzsortiment.
Die Post zielt auf Endverbraucher und den SOHO-Kunde. Bei gewerblichen Kunden
wird lediglich der Notbedarf gedeckt.
Die Sortimente decken alle wichtigen Bedarfsfelder ab und zeigen eine ausreichende
Sortimentstiefe und solange es sich nicht um beratungsintensive Sortimente handelt, ist die
Post inzwischen ein ernstzunehmender Marktteilnehmer.

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